Soziale Integration und Freundeskreis: bei der Mehrheit angemessen
Kinder brauchen für ihre soziale Entwicklung Spielkameraden und einen angemessen großen Freundeskreis. Im Durchschnitt zählen die befragten 8-bis 11jährigen sechs bis neun Kinder zu ihrem weiteren Freundeskreis. Nicht mehr als drei Freunde werden nur von 15% der Kinder benannt. Insgesamt sind drei von vier Kindern mit ihrem Freundeskreis zufrieden. 21% hätten gerne mehr Freunde und 6% wünschen sich stattdessen eine gute Hauptfreundin oder einen guten Hauptfreund.
Fasst man die Befunde zusammen, so ist mit 65% die Mehrheit der Kinder als gut integriert zu bezeichnen. Latent problematisch, entweder weil der Freundeskreis vergleichsweise klein ist (weniger als vier Kinder) oder aber, weil die Kinder mit dem Freundeskreis nicht zufrieden sind, ist die Integration bei 28%. Bei 7% der Kinder ist die Integration hingegen nicht hinreichend und damit unmittelbar defizitär. Je gehobener die Herkunftsschicht, desto besser die soziale Integration. Bei der Auswahl der Freunde wird vor allem Wert auf die sogenannten Social Skills gelegt: beliebt sind die Kinder, auf die man sich verlassen kann und die immer für ihre Freunde einstehen. Auffällig ist allerdings, dass Kinder aus den unteren Herkunftsschichten die Bedeutung von Äußerlichkeiten und materiellen Dingen tendenziell etwas höher bewerten.
zurück zur Übersicht
