Aus dem Vorwort der Autorinnen und Autoren
Als wir 2007 die 1. Kinderstudie für Deutschland vorlegten, haben wir versprochen, weitere folgen zu lassen. Dieses Versprechen können wir mit der hier vorliegenden 2. Kinderstudie einlösen. Wir freuen uns, damit einen Beitrag für eine kontinuierliche Sozialbericht-erstattung zur jüngsten Generation leisten zu können – mit der Unterstützung eines großen Kinderhilfswerks, der gemeinnützig arbeitenden Nichtregierungsorganisation World Vision Deutschland e. V.
Das Ziel der Studie ist es, ein repräsentatives Bild von der Lebenssituation und den Wünschen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder in Deutschland zu zeichnen. Den Angehörigen der jüngsten Generation soll damit gewissermaßen eine öffentliche »Stimme« gegeben werden. In einer Gesellschaft, die immer mehr von älteren Bevölkerungsgruppen dominiert wird, möchten wir – wie wir schon in der 1. Kinderstudie betont haben – der jüngsten Generation Gelegenheit geben, ihre Lebenssituation aus eigener Perspektive unvoreingenommen und engagiert darzustellen.
Unabhängigkeit
World Vision Deutschland ist Auftrag- und Herausgeber der Studie. Die inhaltliche Verantwortung liegt allein bei uns Autorinnen und Autoren. Der Auftraggeber wurde regelmäßig über die Entscheidungen der beiden Autorenteams informiert, mischte sich aber in die Arbeitsvorgänge nicht ein. Auf diese Weise ist die vollständige wissenschaftliche Unabhängigkeit und methodische Neutralität der Kinderstudie gewährleistet.Die vorliegende 2. Kinderstudie baut auf einer repräsentativen Befragung von 2500 Kindern der Altersgruppe von 6 bis 11 Jahren auf. Zusätzlich wurden auch die Eltern dieser Kinder befragt. Um authentische Porträts von einzelnen Kindern zu gewinnen, wurden Einzelinterviews mit zwölf Kindern der Altersspanne von 6 bis 11 Jahren geführt. Diese Kombination von »quantitativen« und »qualitativen« Erhebungen ist das methodische Markenzeichen unserer Studie. Beide methodischen Zugänge bestätigen, wie gut Kinder in der Lage sind, als Experten Auskunft über ihre eigene Lebenssituation zu geben. Sie sind die besten Kenner ihrer Lebenswelt und verfügen über die ihrem Alter angemessenen Möglichkeiten, diese Lebenssituation zu bewerten und nach eigenen Beurteilungsmaß-stäben einzuschätzen. Durch die vorliegende Studie möchten wir auch für die bisher noch äußerst selten in systematisch angelegten Untersuchungen befragten 6- bis 7-Jährigen den Beweis hierfür antreten.
Die Autorinnen und Autoren
