Methodik



Die 2. World Vision Kinderstudie 2010 stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2529 Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren aus den alten und neuen Bundesländern. Die Kinder wurden von geschulten Infratest-Interviewern zu Hause persönlich-mündlich befragt. Zusätzlich wurde ein kurzer Elternfragebogen zum familiären Hintergrund erhoben. Die Befragung fand auf Grundlage eines standardisierten Erhebungsinstruments im Zeitraum von Mitte September bis Ende Oktober 2009 statt. Darüber hinaus wurden im Rahmen der qualitativen Vertiefungsstudie zwölf individuelle Fallstudien mit Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren durchgeführt und anschließend als Porträts präsentiert.

Diese Kombination von »quantitativen« und »qualitativen« Erhebungen ist
das methodische Markenzeichen unserer Studie. Beide methodischen Zugänge bestätigen, wie gut Kinder in der Lage sind, als Experten Auskunft über ihre eigene Lebenssituation zu geben. Sie sind die besten Kenner ihrer Lebenswelt und verfügen über die ihrem Alter angemessenen Möglichkeiten, diese Lebenssituation zu bewerten
und nach eigenen Beurteilungsmaßstäben einzuschätzen. Durch die vorliegende Studie möchten wir auch für die bisher noch äußerst selten in systematisch angelegten Untersuchungen befragten 6- bis 7-Jährigen den Beweis hierfür antreten.

Die quantitative Erhebung wurde mit zwei unterschiedlichen Instrumenten realisiert. Das Interview mit den Kindern wurde als persönlich-mündliche Befragung von gut geschulten Interviewerinnen und Interviewern auf Basis eines fest vorgegebenen, standardisierten Erhebungsinstruments durchgeführt. Die Befragung selbst erfolgte computergestützt (Computer-Assisted-Personal-Interviewing). Hierbei werden die Antworten der Befragten direkt in einen vom Interviewer mitgeführten Laptop eingegeben. 

Hinzu kam als zweites Instrument ein kurzer schriftlicher Elternfragebogen, den ein
Elternteil möglichst parallel zur Befragung des Kindes ausfüllen sollte. In diesem Elternbogen wurden soziodemografische Basisinformationen zum Familienhintergrund
des Kindes erhoben.

Bei der Entwicklung des Kinderfragebogens wurde einerseits auf die Vergleichbarkeit
der Instrumente mit der Befragung von 2007 geachtet, andererseits wurden in die Kinderstudie 2010 Fragen zum subjektiven Wohlbefinden der Kinder aufgenommen.

Auf einer fünfstufigen Skala sollten die Kinder ihre subjektiven Zufriedenheiten einordnen. Hierbei kam die schon 2007 erprobte fünfstufige Smiley-Skala zum Einsatz. Den Kindern wurde eine Papierliste mit fünf Smileys, von Mundwinkel ganz nach unten bis Mundwinkel ganz nach oben, vorgelegt mit der Bitte, den zur Situation passenden Smiley herauszusuchen.