Kindersoldaten
Der Einsatz von Kindern als Soldaten ist eine der größten Verletzungen von Kinderrechten. In vielen Teilen der Welt werden immer noch Kinder als Soldaten missbraucht. Sie kämpfen in Rebellentruppen, aber auch in Regierungsarmeen. Kinder sind wegen ihrer emotionalen und sozialen Abhängigkeit für den Einzug zum Militär besonders gefährdet. Sie können leicht manipuliert und in Gewaltätigkeiten verstrickt werden, die zu verstehen oder abzuwehren sie noch zu jung sind. Auch der technische Fortschritt hat dazu beigetragen, Kinder vermehrt als Soldaten einzusetzen: Automatische Kleinwaffen sind buchstäblich "kinderleicht" zu bedienen. Kindersoldaten sind nicht nur Opfer, sondern auch schuldverstrickte Täter, die nicht nur mit den an ihnen, sondern auch mit den von ihnen begangenen Verbrechen fertig werden müssen.
Wenn, wie es häufig vorgekommen ist, Kinder schon im Alter von acht oder neun Jahren entführt wurden und anschließend sieben oder acht Jahre lang als Soldaten arbeiten mussten, sind die Folgen verheerend: Manche Kinder sind durch die von ihnen erfahrene und begangene Gewalt traumatisiert und leiden an teils schweren posttraumatischen Belastungsstörungen, von denen sie ihr Leben lang verfolgt werden. Andere sind weniger traumatisiert, haben stattdessen Kennzeichen der Verrohung und einer schwer zu bändigenden Aggression. Besonders schlimm ist es für Mädchen, die oft doppelt traumatisiert sind. Sie dienen ihren Kommandeuren zuweilen als Sexsklavinnen und willige Haushaltshilfen, müssen aber auch mit an die Front, um Menschen mit Machete oder Kalaschnikow zu töten.
Hier finden Sie weitere Informationen und Hintergrundmaterialien zum Thema "Kindersoldaten":
(Ge)Wehrlos: Das Trauma ehemaliger Kindersoldaten.pdf
Website "Kinder des Krieges" unter: www.kindersoldaten.org



