Kleinkredite

Kleinkredite haben sich in vielen Ländern als wirksames Mittel gegen Armut und Hunger bewährt. Sie können das Leben von armen Menschen verbessern, die keine ausreichende Bonität haben, um von einer normalen Bank ein Darlehen zu bekommen. Kleinkredite sind ein Weg, einkommensschwachen Haushalten die Möglichkeit zu geben, durch eigener Hände Arbeit ihre Einkommenssituation zu verbessern. Viele dieser Kreditempfänger haben ein Einkommen, das bei oder deutlich unter einem Dollar pro Tag liegt. Oft handelt es sich um einfache Bauern und Handwerker, auch um Frauen, die kaum lesen und schreiben können, geschweige denn ein Bankkonto besitzen, aber willens sind, ein eigenes kleines Gewerbe ins Leben zu rufen, um sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

Die Vergabe von Kleinkrediten kann in bar oder auch in Form von Sachgütern erfolgen: Saatgut, Zuchttiere, landwirtschaftliche Ausrüstung u.ä. Oft werden die Darlehensempfänger angehalten, sich in Gruppen zu organisieren, deren Mitglieder gemeinschaftlich haften, so dass ein Gruppenzwang entsteht, der meist für eine pünktliche Zinszahlung bzw. Rückzahlung des Kredites sorgt. In vielen Fällen sind die Empfänger, sofern ihre Geschäftsidee erfolgreich war und die Zinsen pünktlich zurückgezahlt wurden, berechtigt, höhere Folgekredite in Anspruch zu nehmen, um ihr Geschäft auszuweiten. Es hat sich gezeigt, dass die Rücklaufquote oft weit über 90 Prozent liegt, insbesondere bei Frauen, denen man eine größere Gewissenhaftigkeit und Nachhaltigkeit im Umgang mit Krediten nachsagt, während Männer zuweilen der Versuchung einer Zweckentfremdung des geliehenen Geldes erliegen.

Hier finden Sie weitere Informationen und Hintergrundmaterialien zum Thema „Kleinkredite“:

www.visionfundinternational.org  
Thesenpapier der Deutschen Mikrofinanz-Plattform  
Pulsschlag Kleinkredite 16/2005.pdf